Stereotypen

Stereotypen sind eine Besonderheit in UML, da sie in allen Diagrammarten verwendet werden. Dies beruht darauf, dass sie keine Angaben zu oder Änderungen an der Semantik bedeuten, sondern lediglich Auskunft über den Zweck bzw. der Rolle im Modell angeben.
Prinzipiell können Stereotypen selber definiert werden, UML gibt jedoch eine vordefinierte vor:

  • <<auxiliary>>– die Klasse wird markiert zur Verdeutlichung, dass sie andere zentrale Klassen unterstützen, wird üblicherweise mit <<focus>> zusammen verwendet
  • <<focus>> – die so markierten Klassen stellen üblicherweise die zentrale Logik eines Modells dar
  • <<type>> – die Klasse stellt allgemeine Spezifikationen von Attributen und Oberationen ohne Vorschreibung der Implementierung dar
  • <<implementation>> – arbeitet mit <<type>> zusammen durch Spezifizierung einer implementierungsnah entworfener Klasse
  • <<interface>> – die klassische Schnittstellendefinition
  • <<utility>> – eine Art Werkzeugkasten mit Klassenattributen und Klassenoperationen, von dieser Klasse sind keine Instanzen vorgesehen
  • <<dataType>> – dient der Modellierung von der UML unbekannten Datentypen
  • <<enumeration>> – ähnlich zu <<dataType>>, jedoch mit eingeschränkter Wertemenge